LYD
Einleitung
Willkommen – und herzlichen Glückwunsch zum Kauf Ihres persönlichen Referenzmonitors von Dynaudio. Jeder Lautsprecher wird von Dynaudio in Dänemark nach höchsten Standards gefertigt. Lautsprecher sind nur ein Teil Ihres Monitoring-Systems. Maßgeblich ist, wie die Lautsprecher in einem Raum platziert werden, um ein Wiedergabesystem zu erschaffen, das eine präzise Klangwiedergabe ermöglicht.
In dieser Anleitung erfahren Sie, wie sowohl Ihre Lautsprecher als auch der Hörer optimal positioniert werden kann, damit Ihre Dynaudio Lautsprecher die bestmögliche Leistung liefern. Wenn Sie Ihre Lautsprecher korrekt eingerichtet und alle Einstellungen auf der Rückseite optimal vorgenommen haben, werden Ihre Mischungen besser auf anderen Wiedergabesysteme klingen – in Heimkinos, durch Autoradios und über Kopfhörer.
Was Sie benötigen
- Maßband
- Weißes Band
- Marker
Optional
- Dynaudio Mess-App für iOS-Geräte
Dynaudio Mess-App
Dynaudio hat eine App für iOS-Geräte entwickelt, die eine Quelle für rosa Rauschen, ein SPL-Meter und einen RTA-Spektrumanalysator umfasst. Diese App wurde entwickelt, um Sie beim Positionieren und Kalibrieren Ihres Lautsprechersystems im Hörraum zu unterstützen.
Weitere Ressourcen
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Sie finden hier weitere Informationen, unter anderem:
- Fragen und Antworten zu Dynaudio-Produkten und technische Informationen
- Dynaudio Veranstaltungen und Neuigkeiten
Wichtige Sicherheitshinweise
Das Blitzsymbol in einem gleichschenkligen Dreieck weist den Anwender auf eine nicht isolierte und potenziell gefährliche Spannungsquelle im Gehäuse des Gerätes hin, die stark genug sein kann, um bei Anwendern einen Stromschlag auszulösen.
Ein Ausrufezeichen in einem gleichschenkligen Dreieck weist den Anwender auf wichtige Anweisungen zu Betrieb und Instandhaltung des Produkts in den begleitenden Unterlagen hin.
- Bitte lesen Sie diese Anweisungen.
- Bitte bewahren Sie diese Anweisungen auf.
- Beachten Sie alle Warnhinweise.
- Folgen Sie bitte allen Anweisungen.
- Verwenden Sie dieses Gerät nicht in der Nähe von Wasser.
- Reinigen Sie das Gerät nur mit einem trockenen Tuch.
- Folgen Sie bitte bei der Montage des Gerätes allen Anweisungen des Herstellers.
- Montieren Sie das Gerät nicht neben Hitzequellen wie Heizkörpern, Wärmespeichern, Öfen oder anderen Geräten (auch Leistungsverstärkern), die Hitze abstrahlen.
- Nehmen Sie keine Veränderungen am Netzstecker dieses Gerätes vor. Ein polarisierter Stecker hat zwei Kontakte, von denen einer breiter ist als der andere. Ein geerdeter Stecker hat zwei Kontakte sowie einen dritten Erdungskontakt. Der breitere Kontakt beziehungsweise der Erdungskontakt dient Ihrer Sicherheit. Wenn der Stecker an dem mit diesem Gerät gelieferten Kabel nicht zur Steckdose am Einsatzort passt, lassen Sie die entsprechende Steckdose durch einen Elektriker ersetzen.
- Sichern Sie das Netzkabel gegen Einquetschen oder Abknicken, insbesondere am Gerät selbst sowie an dessen Netzstecker.
- Verwenden Sie nur vom Hersteller benannte Ergänzungen und Zubehörteile für dieses Gerät.
Verwenden Sie nur die vom Hersteller als geeignet angegebenen oder zusammen mit dem Gerät verkauften Gestelle, Podeste, Halteklammern oder Unterbauten für dieses Gerät. Wenn Sie einen Rollwagen verwenden, achten Sie darauf, dass das Gerät beim Bewegen gegen Herunterfallen gesichert ist, um das Verletzungsrisiko zu minimieren.
- Trennen Sie das Gerät vom Stromnetz, wenn ein Gewitter aufkommt oder wenn Sie es voraussichtlich für längere Zeit nicht verwenden werden.
- Alle Wartungsarbeiten müssen von hierfür qualifizierten Servicemitarbeitern durchgeführt werden. Eine Wartung ist erforderlich, wenn das Gerät selbst oder dessen Netzkabel beschädigt wurde, Flüssigkeiten oder Gegenstände in das Gerät gelangt sind, das Gerät Regen oder starker Feuchtigkeit ausgesetzt wurde, das Gerät nicht ordnungsgemäß arbeitet oder es heruntergefallen ist.
Warnung!
Um die Gefahr eines Feuers oder eines elektrischen Schlages zu vermeiden, dürfen Sie dieses Gerät keinem tropfendem Wasser oder Spritzwasser aussetzen. Stellen Sie keine mit Flüssigkeiten gefüllten Behältnisse – wie beispielsweise Vasen – auf diesem Gerät ab.
Dieses Gerät muss geerdet sein.
Verwenden Sie zum Anschluss dieses Gerätes grundsätzlich nur ein dreiadriges Netzkabel wie jenes, das mit dem Gerät geliefert wurde.
Beachten Sie, dass für verschiedene Netzspannungen entsprechende Netzkabel und Anschlussstecker erforderlich sind.
Die örtlichen Sicherheitsvorschriften sind stets einzuhalten. Stellen Sie sicher, dass der werksseitig vorgegebene Leistungsbedarf des Gerät (beachten Sie hierzu das Etikett auf der Rückseite des Monitors) der Netzspannung am Eingangsort entspricht.
Montieren Sie das Gerät so, dass der Netzstecker zugänglich und eine Trennung vom Stromnetz ohne weiteres möglich ist.
Um das Gerät vollständig vom Stromnetz zu trennen, müssen Sie den Netzstecker des Gerätes aus der Steckdose ziehen.
Der Netzstecker des Gerätes sollte jederzeit zugänglich sein.
Montieren Sie das Gerät nicht in einem vollständig geschlossenen Behälter oder Gehäuse.
Öffnen Sie das Gerät nicht – es besteht die Gefahr eines elektrischen Schlages!
Achtung:
Änderungen an diesem Gerät, die im Rahmen dieser Anleitung nicht ausdrücklich zugelassen wurden, können das Erlöschen der Betriebserlaubnis für dieses Gerät zur Folge haben.
Service:
Es befinden sich keine vom Anwender zu wartenden Teile im Inneren dieses Gerätes.
Alle Wartungsarbeiten müssen von einem hierfür qualifizierten Servicetechniker durchgeführt werden.
Entsorgung
Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten (in europäischen Ländern mit getrennten Sammelsystemen für dieses Gerät)
Dieses Symbol auf dem Produkt oder seiner Verpackung weist darauf hin, dass das Produkt nicht als Hausmüll entsorgt werden darf. Stattdessen muss es zur Entsorgung bei der jeweiligen Sammelstelle für das Recycling von Elektro- und Elektronikgeräten abgegeben werden. Indem Sie sicherstellen, dass dieses Produkt ordnungsgemäß entsorgt wird, tragen Sie dazu bei, mögliche negative Folgen für die Umwelt und die menschliche Gesundheit zu vermeiden. Das Recycling von Materialien schont natürliche Ressourcen. Um weitere Informationen zum Recycling dieses Produkts zu erhalten, wenden Sie sich an Ihre örtlichen Behörden, Betreiber von Entsorgungseinrichtungen oder das Geschäft, in dem Sie das Produkt erworben haben.
Elektromagnetische Verträglichkeit/Funkentstörung
Dieses Gerät ist geprüft worden und entspricht den Richtlinien der Federal Communications Commission (FCC) für digitale Geräte der Klasse B nach Abschnitt 15.
Diese Einschränkungen sollen angemessenen Schutz gegen schädliche Interferenzen bieten, wenn das Gerät in einer Wohngegend betrieben wird. Dieses Gerät erzeugt und verwendet Hochfrequenzenergie und kann selbst Hochfrequenzenergie ausstrahlen. Wenn es nicht entsprechend der Anleitung installiert und verwendet wird, erzeugt es möglicherweise beeinträchtigende Störungen bei Rundfunkempfängern. Es kann jedoch nicht garantiert werden, dass es bei einer bestimmten Aufstellung nicht zu Interferenzen kommt. Wenn dieses Gerät Störungen bei Radio- und Fernsehempfangsgeräten auslöst – was durch Aus- und Anschalten des Gerätes überprüft werden kann – sollten Sie die folgenden Maßnahmen ergreifen:
Richten Sie die verwendete Empfangsantenne neu aus oder stellen Sie die Antenne an einer anderen Stelle auf.
Vergrößern Sie den Abstand zwischen dem Gerät und dem Empfänger.
Schließen Sie das Gerät an eine Steckdose an, die zu einem anderen Stromkreis als der Empfänger gehört.
Bitten Sie Ihren Händler oder einen erfahrenen Radio-/Fernsehtechniker um Hilfe.
Für Kunden in Kanada:
Dieses digitale Gerät der Klasse B entspricht den kanadischen Bestimmungen für Interferenz verursachende Geräte ICES-003.
Cet appareil numérique de la classe B est conforme à la norme NMB-003 du Canada.
Übersicht
Nach einer gewissen Anlaufphase liefern die Wandler Ihres Dynaudio LYD Monitors eine bessere Klangqualität. Insbesondere nach den ersten Betriebsstunden sollten Sie eine deutlich bessere Klangqualität wahrnehmen. In den folgenden Stunden stellen sich weitere, subtilere Verbesserungen ein.
Verstärker
Die Monitore der LYD-Baureihe verfügen über integrierte Class-D-Verstärker mit analogen Eingängen. Alle Anschlüsse und Einstellungen können an der Rückseite des Verstärkers vorgenommen werden. Bitte entfernen Sie den Verstärker nicht.
Wenn eine Wartung erforderlich ist, wenden Sie sich bitte an Ihren Dynaudio Fachhändler.
- Netzschalter (an/aus)
- Strombuchse (100 bis 230 V)
- Symmetrischer analoger Eingang (XLR)
- Unsymmetrischer analoger Eingang (Cinch)
- Standby-Mode-Schalter – zum An- und Abschalten des automatischen Standby-Modus
- Sensitivity-Schalter – zur Anpassung der maximalen Eingangsspannung
- Bass-Extension-Schalter – Ändert die Grenzfrequenz des Lautsprechers
- Sound-Balance-Schalter – Zur Auswahl von drei Einstellungen für den Tilt-Filter
- Position-Schalter – zum An- und Abschalten des Grenzflächeneffekt-Filters
Aufstellen der Monitore
Um bei der Verwendung von Dynaudio Lautsprechern optimale Ergebnisse zu erhalten, sollten Sie diese im Hörraum möglichst sorgfältig platzieren. Raumgeometrie und Oberflächenbeschaffenheit haben starke Auswirkungen auf das resultierende Klangbild. Daher sind Position und Winkel der Lautsprecher in Bezug auf die Wände, Decke und Boden in jeder Hörumgebung von großer Bedeutung.
Akustische Achse
Die akustischen Achse ist eine imaginäre Linie, die vom Zentrum des Lautsprechers ausgeht und zur Positionierung verwendet wird. Dieser in Abbildung 3 dargestellte Punkt sollte beim Messen der Entfernung und des Winkels zwischen Lautsprecher und Zuhörer verwendet werden. Der Punkt befindet sich auf der halben Strecke zwischen den Rahmen des Hochtonlautsprechers und des Mitten- beziehungsweise Tieftonlautsprechers. Die Modelle LYD 5, LYD 7 und LYD 8 sind so konzipiert, dass sie vertikal aufgestellt und direkt auf den Zuhörer ausgerichtet werden sollten. Der LYD 48 hingegen wurde für die horizontale Ausrichtung konzipiert.
Raumgrenzen
Boden, Wände und Decke: Jede Fläche in einem Raum stellt eine Grenzfläche für Schall dar. In welchem Umfang Raumbegrenzungsflächen Schall reflektieren, hängt vor allem davon ab, aus welchen Materialien sie bestehen: Hartholz, Trockenbauwände, Teppiche usw. Grundsätzlich sollten Sie es vermeiden, Lautsprecher in der Nähe von Grenzflächen zu platzieren. Je näher sich ein Lautsprecher an einer Grenzfläche befindet, um so mehr Anomalien im unteren Frequenzbereich sind zu befürchten. Und wenn Sie einen Lautsprecher dort befinden, wo mehrere Grenzflächen aufeinander treffen (zum Beispiel in einer Ecke), ist mit noch mehr Problemen zu rechnen.
Weiterhin gilt: Wenn Sie Lautsprecher genau zwischen zwei Grenzflächen platzieren, kann dies zur Anregung so genannter stehender Wellen führen, was vor allem die Basswiedergabe weniger zuverlässig macht. Dies gilt auch für Ihre Abhörposition. Diese Raumanomalien sind immer vorhanden – aber wenn sowohl die Lautsprecher als auch die Zuhörer optimal platziert werden, kann ihre Wirkung deutlich vermindert werden.
Als gute Faustregel lässt sich sagen, dass ein gutes Ergebnis erzielt werden kann, wenn die Lautsprecher in einem Abstand von den Grenzflächen platziert werden, der zwischen einem Viertel und einem Drittel des Abstands zwischen den Raumgrenzen liegt – siehe hierzu Abbildung 4. Sie sollten außerdem darauf achten, dass die Hörposition sich nicht genau in der Mitte des Raumes befindet. Bei größeren Räumen ist dieser Aspekt aber weniger kritisch als bei kleinen Räumen.
Manchmal ist die hier beschriebene optimale Positionierung nicht möglich. Aufgrund von räumlichen Einschränkungen sowie anderen Geräten oder Möbeln im Abhörraum müssen Kompromisse bei den Lautsprecherpositionen gemacht werden. Grundsätzlich sollten Sie auch unter diesen nicht idealen Umständen versuchen, das bestmögliche Ergebnis zu erhalten.
Hörabstand
Die Lautsprecher LYD 5, LYD 7 und LYD 8 sind als Nearfield-Monitore konzipiert. Nearfield-Monitore sollten relativ nahe am Zuhörer platziert werden – in einem Abstand von 1 bis 2 Metern. Der LYD 48 kann sowohl als Nearfield- wie auch als Midfield-Monitor verwendet werden. Der ideale Hörabstand beträgt 1,5 bis 2,5 Meter.
Platzieren der Lautsprecher auf einem Tisch
Diese Lautsprecher wurden so konzipiert, dass sie an verschiedenen Positionen aufgestellt werden können – auch sehr nahe am Hörer auf einer Arbeitsfläche. Wenn sie auf einem Schreibtisch oder einem Mischpult platziert werden, können sie nach oben geneigt werden, so dass sie direkt auf die Ohren zeige. Somit wird ein gutes klangliches Ergebnis erzielt.
Lautsprecherständer
Wenn Sie Ihre Lautsprecher in einem größeren Abstand auf Ständern oder Stativen hinter der Arbeitsfläche oder einem Computerbildschirm platzieren, sollten Sie einen Subwoofer verwenden, um die Wiedergabe im Bassbereich zu verbessern. Sie können dann eine angemessene Lautstärke erreichen, ohne das Lautsprechersystem zu übersteuern
Abhörwinkel
Zunächst sollten die Lautsprecher so platziert werden, dass die Chassis sich untereinander befinden. Dabei sollte der Hochtonlautsprecher stets über dem Tieftonlautsprecher sein. Durch diese Ausrichtung ist eine ausgeglichene Laufzeit der von den beiden Treibern kommenden Schallwellen gewährleistet.
Horizontalwinkel
Die Lautsprecher sollten so platziert werden, dass die verlängerten Achsen der Wandler einen Winkel von 60 Grad bilden – siehe hierzu Abbildung 5. Hierzu ist es nicht erforderlich, den Winkel zu messen. Es genügt, wenn Sie ein gleichschenkliges Dreieck zwischen den Lautsprechern und dem Hörer anstreben. Anders formuliert: Der Abstand zwischen den beiden Lautsprechern sollte so groß sein wie der Abstand jedes Lautsprechern zum Hörer. Beim Aufstellen eines LYD 48-Paars können die Tieftöner entweder innen (dies ist die empfohlene Ausrichtung) oder außen positioniert werden – je nachdem, wie am Aufstellungsort am besten ein gleichschenkliges Dreieck erreicht werden kann. Bei der Messung sollten Sie stets von der akustischen Achse des Lautsprechers ausgehen.
Für eine einfache Methode zum Bestimmen der Abstände verwenden Sie ein Maßband und ein Stück Schnur.
- Um eine optimale Wiedergabe zu erzielen, sollten Sie zunächst mit dem Maßband Abstand zu den Lautsprechern prüfen. Er sollte nicht mehr als 2 Meter betragen.
- Nachdem Sie die Lautsprecher an den gewünschten Positionen aufgestellt haben, fixieren Sie das eine Ende der Schnur am Ausgangspunkt der akustischen Achse des Lautsprechers und ziehen Sie die Schnur zur Hörposition.
- Markieren Sie diese Position mit einem Marker.
- Messen Sie den Abstand vom markierten Punkt zum anderen Lautsprecher, um sicherzustellen, dass sie beide den gleichen Abstand zum Hörer haben.
- Verwenden Sie die Schnur dann, um den Abstand zwischen den beiden Lautsprechern zu messen. Der Abstand sollte identisch sein, so dass sich ein gleichschenkliges Dreieck zwischen den beiden Lautsprechern und dem Hörer ergibt.
- Nehmen Sie die gegebenenfalls Anpassungen vor, bis der Abstand zwischen der Hörposition und den Lautsprechern identisch ist.
Vertikale Ebene
Der vertikale Winkel des Lautsprecher sollte gegebenenfalls so angepasst werden, dass die Lautsprecher direkt auf die Ohrhöhe des Zuhörers zielen. Wenn die Lautsprecher über den Ohren des Zuhörers montiert sind, müssen sie nach unten abgewinkelt werden. Umgekehrt müssen die Lautsprecher, wenn sie sich unterhalb der Ohren des Zuhörers befinden, nach oben angewinkelt werden – siehe hierzu Abbildung 6.
Anschließen der Monitore
Netzspannung
Stellen Sie sicher, dass Sie das richtige Netzkabel für Ihre Region verwenden. Die Netzteile in diesen Lautsprecher haben Schalteingänge, die automatisch die Eingangsspannung erkennen und dann – je nach Standort – entweder auf 120 V oder 220 V schalten.
Schließen Sie das mitgelieferte Netzkabel an den Lautsprecher und dann an die Steckdose an. Schalten Sie den Lautsprecher an. Wenn er angeschaltet ist und mit Strom versorgt wird,sollte die Power-Leuchtdiode auf der Rückseite leuchten. Nachdem Sie dies überprüft haben, schalten Sie die Lautsprecher bitte zunächst wieder aus, um die Audioverbindungen vorzunehmen.
Standby-Modus
Diese Lautsprecher verfügen über einen Standby-Modus, der Energie spart, wenn die Lautsprecher nicht in Gebrauch sind.
ON – Wenn der Standby-Mode-Schalter sich in der Stellung „On“ befindet, bleibt der Lautsprecher so eingeschaltet, bis Sie ihn mit dem Netzschalter ausschalten.
AUTO – Wenn der Standby Mode-Schalter sich in der Stellung „Auto“ befindet, wechselt der Lautsprecher in den Energiesparmodus, wenn er nicht verwendet wird. Dazu wird der Verstärkerbereich abgeschaltet, bis wieder ein Audiosignal am Eingang erkannt wird.
Audiosignale
Sie können zwischen zwei physikalischen Eingängen wählen:
- Cinch – asymmetrisch
- XLR – Symmetrisch oder asymmetrisch
Sie sollten – wenn möglich – symmetrische XLR-Verbindungen verwenden, da dies Einstreuungen (Rauschen und Brummen) vermindern kann. Grundsätzlich können aber über beide Eingänge Audiosignale in hoher Qualität eingespeist werden. Verbinden Sie die Ausgänge Ihres Mischpults, Audio-Interfaces oder Monitor-Controllers mit den Lautsprechereingängen.
Achtung
Bevor Sie Audiosignale an die Lautsprecher senden, sollten Sie den Sensitivity-Schalter zunächst auf -6 dB einstellen und das Signal am Ausgang Ihres Mischpults oder Audio-Interfaces auf einen niedrigen Wert einstellen. Erst dann sollten Sie den Signalpegel erhöhen, bis Sie ein Signal in angemessener Lautstärke erhalten. So vermeiden Sie eine versehentliche Überlastung der Lautsprecher.
Anpassen der Lautstärke
Zum Einstellen der Eingangsempfindlichkeit gibt es am Lautsprecher einen Schalter mit drei Positionen.
Je nach Ausgangspegel Ihres Mischpults, Interfaces oder Monitor-Controller-Systems sollten Sie die Einstellung wählen, die das Signal für die Eingangsstufe des Lautsprechers optimiert.
- +6 dB = 0 dBu / 0,775 V max
- 0 dB = + 6 dBu / 1,5 V max
- -6 dB = +12 dBu / 3,1 V max
Wenn Sie ein professionelles Audio-Interface mit einem Maximalpegel von +20 dBu oder mehr verwenden, eignet sich die Einstellung -6 dB am besten. Wenn der Ausgangspegel Ihrer Signalquelle im Bereich von Consumergeräten liegt (-10 dBV nominal), eignet sich die Einstellung +6 dB besser.
DSP-Einstellungen
Die Entwickler von Dynaudio haben in sorgfältiger Arbeit einen DSP-Controller für diese Lautsprecher entwickelt, der Ihnen eine Anpassung des Klangs an Ihre Arbeitsumgebung ermöglicht. Die DSP-Einstellungen sorgen für präzise Anpassungen, welche die Lautsprecherleistung für den jeweiligen Hörraum optimieren.
Bass extension-Schalter
Zur Wiedergabe tiefer Frequenzen ist exponentiell mehr Energie erforderlich als zur Wiedergabe hoher Frequenzen. Der Schalter Bass Extension ermöglicht es Ihnen, das Wiedergabeverhalten des Lautsprechers anzupassen.
Bei der niedrigsten Einstellung (-10 Hz) wird der Niederfrequenzbereich um 10 Hz erweitert. Dadurch wird der maximale Pegel vermindert, den der Lautsprecher reproduzieren kann. Bei der Standardeinstellung 0 Hz ist die Basswiedergabe begrenzt, gleichzeitig wird der mögliche Maximalpegel erhöht. Bei der Einstellung +10 Hz wird der Bassbereich reduziert, während der Maximalpegel auf den größtmöglichen Wert erhöht wird.
- -10 Hz (größte Bassbereich-Erweiterung, Ausgangspegel -5 dB)
- 0 Hz
- +10 Hz (größtmöglicher Ausgangspegel, geringste Bassbereich-Erweiterung, Ausgangspegel +5 dB)
Da die meisten professionellen Toningenieure bei relativ niedrigen Pegeln mischen (etwa 70 bis 85 dB SPL), können sie in der Regel die Einstellung mit der größten Bassbereich-Erweiterung (-10 Hz) verwenden. Bei zunehmendem Wiedergabepegel muss die Bassbereich-Erweiterung gegebenenfalls reduziert werden, um Übersteuerungen zu vermeiden.
Sound balance-Schalter
Mit dem Schalter Sound Balance können Sie den Gesamtklang des Lautsprechers gezielt beeinflussen. Aufgrund der Oberflächenbeschaffenheit im Abhörraum und anderer Faktoren kann es erforderlich sein, die Höhenwiedergabe des Lautsprechers abweichend von Standardeinstellung anzuheben oder abzusenken. Für einen akustisch „toten“ Raum mit vielen schallabsorbierenden Oberflächen ist in der Regel ein helleres Klangbild gewünscht als in einem Raum mit vielen reflektierenden Oberflächen.
Der Sound-Balance-Schalter verfügt über drei Einstellungen:
- Bright (entspricht -1,5 dB bei 20 Hz und +1,5 dB bei 20 kHz )
- Neutral
- Dark (entspricht +1,5 dB bei 20 Hz und -1,5 dB bei 20 kHz )
Dieser Filter „kippt“/verschiebt mit Hilfe von minimalphasigen oder linearphasigen Filtern das gesamte Spektrum an den beiden Enden des Frequenzgangs um 1,5 dB, um ein mehr („Bright“) oder weniger („Dark“) höhenreiches Klangbild zu erzielen. Dieser minimale Filter passt das Klangbild an, ohne hörbare Phasenanomalien auszulösen. Dadurch wird die Linearität der Lautsprecher maximiert.
Zweiter Position-Schalter
Wenn sich Ihre Lautsprecher in einem Abstand von 50 cm oder weniger zu einer Wand befinden, sollten Sie deren Position-Schalter auf „Wall“ stellen. Dies hilft bei der Reduzierung von Anomalien, die durch Reflexionen von Wänden vor allem im unteren Frequenzbereich auftreten können. Wenn Ihre Lautsprecher hingegen weiter als 50 cm von der nächsten Wand entfernt stehen, lassen Sie den Position-Schalter auf „Free“ stehen.
Hörtests
Nachdem Sie Ihre Lautsprecher korrekt aufgestellt haben, sollten Sie diese „einhören“. Subjektive Hörtests können am besten mit Referenzmaterial durchgeführt werden, mit dem Sie vertraut sind – also zum Beispiel mit Ihrem Lieblingsalbum, einem Film, den Sie gut kennen oder einer anderen Aufnahme. Objektive Tests lassen am einfachsten mit einer Smartphone-App oder komplexeren akustische Messsystem durchführen.
Referenzmaterial
Spielen Sie eine Aufnahme ab, mit der Sie gut vertraut sind, um den Klang der Lautsprecher beurteilen zu können. Probieren Sie die beiden klangverändernden Einstellungen des Sound Balance-Schalters aus, um die klanglichen Variationen zu hören. Sie sollten auch Aufnahmen wiedergeben, von denen Sie wissen, dass sie schlecht klingen oder technische Mängel haben. Ein wirklich neutral klingender Lautsprecher wird solche Mängel hörbar machen.
Der Zweck eines guten Lautsprechers ist es, eine Aufnahme – ob sie nun gut oder schlecht ist – korrekt wiederzugeben, damit Sie beim Mischen die erforderlichen Entscheidungen treffen können. Stellen Sie den Sound Balance-Regler auf die Position, bei der Sie den gewünschten Klang erhalten.
Rosa Rauschen
Um eine objektive Prüfung des Wiedergabeverhaltens der Lautsprecher durchführen zu können, benötigen Sie ein Messsystem. Es umfasst eine Komponente, welche die Spektralleistung eines Lautsprechers in Echtzeit messen kann sowie eine Quelle für rosa Rauschen, das über die Lautsprecher wiedergegeben werden kann.
- RTA Spektrumanalysator
- Quelle für rosa Rauschen
Dynaudio hat eine iOS-App mit diesen Komponenten entwickelt. Sie ermöglicht es Ihnen, Tests mit geringem Zeitaufwand durchzuführen und Ihre LYD-Lautsprecher mit Hilfe eines iPhone, iPads oder iPod touch zu kalibrieren. Suchen Sie einfach im App Store von Apple nach „Dynaudio Meter“, um diese kostenlose App zu finden und herunterzuladen.
Sie können das verwendete Gerät mit einem handelsüblichen 3,5 mm-auf-Cinch-Adapter direkt an die Lautsprecher anschließen. Lassen Sie die Dynaudio Meter App rosa Rauschen wiedergeben und stellen Sie am Gerät einen angemessenen Wiedergabepegel ein. Sie können auch rosa Rauschen von der DAW auf Ihrem Computer zuspielen. Eine WAV-Datei mit rosa Rauschen finden Sie hier:
Geben Sie das rosa Rauschen über einen Lautsprecher mit einem angemessenen Pegel (etwa 80 bis 85 dBA) wieder und platzieren Sie das iPhone oder iPad an der Hörposition. Schalten Sie den Sound Balance-Filter am Lautsprecher um, um zu sehen, wie sich die RTA-Anzeige ändert. Rosa Rauschen ist ein über das gesamte Frequenzspektrum ausbalanciertes Rauschen. In der RTA-Anzeige sollte es als so ausgewogen/konsistent wie möglich dargestellt werden.
Wenn eine Überbetonung im unteren Frequenzbereich zu sehen ist, stellen Sie den Sound Balance-Filter auf die Einstellung B(right) und prüfen Sie das Resultat. Wenn der Spektrumanalysator eine Überbetonung im oberen Frequenzbereich zeigt, stellen Sie den Sound Balance-Filter auf die Einstellung D(ark) und prüfen Sie das Resultat.
Nachdem Sie mit dem Tilt-Filter zu einer möglichst ausgewogenen Kennlinie gekommen sind, spielen Sie erneut Ihr Referenzmaterial ab, um den Klang zu beurteilen. Mit Hilfe der objektiven RTA-Tests und subjektiven Hörtests sollten Sie zu den bestmöglichen Einstellungen für Ihre Dynaudio-Lautsprecher kommen.
Abschließende Feinabstimmung
Jenseits der am Lautsprecher möglichen Einstellungen kann es sinnvoll und erforderlich sein, die Einstellungen des Gesamtsystems und die Raumakustik anzupassen. So ist es zum Beispiel möglich, dass reflektierende Oberflächen Anomalien im oberen Frequenzbereich verursachen oder dass Raummoden die Basswiedergabe beeinträchtigen.
Frühe Reflexionen
Wenn in der Nähe der Hörposition Schall von harten Oberflächen reflektiert wird, kann dies zu Beeinträchtigungen der Hochtonwiedergabe und der räumlichen Wiedergabe führen. In den meisten Fällen können solche problematischen Erstreflexionen aber relativ einfach beseitigt werden. Abbildung 7 zeigt einige häufige Ursachen von Erstreflexionen in einem typischen Regieraum.
Um Erstreflexionen kann ein Spiegel an „verdächtigen“ Oberflächen im Studio platziert werden. Prüfen Sie dann, ob von der Hörposition aus ein Lautsprecher in diesem Spiegel zu sehen ist. Wenn Sie einen Lautsprecher in einem Spiegel sehen können, folgt daraus, dass hohe Frequenzen an der betreffenden Fläche reflektiert werden und von dort an die Hörposition gelangen, was zu Interferenzen führen kann.
Platzieren Sie schallabsorbierende Materialien auf solchen Oberflächen, um die Auswirkungen von Erstreflexionen zu vermindern und den Gesamtklang zu verbessern. Je dicker das verwendete akustische Material ist, umso effektiver wirkt es. Auch verhindert ein Luftraum hinter dem verwendeten Material dessen Wirksamkeit. Sie sollten so viel schallabsorbierende Materialien an stark reflektierenden Oberflächen anbringen, wie es vertretbar ist, um die Gesamtwiedergabe zu verbessern.
Bassfallen
Wenn Sie Spitzen oder Einbrüche im unteren Frequenzbereich (20 bis 250 Hz) bemerken, werden diese möglicherweise durch Raummoden verursacht. Raummoden treten bei bestimmten niedrigen Frequenzen auf, deren Wellenlängen mit den Abmessungen des Hörraums (oder Vielfachen hiervon) übereinstimmen.
Wenn Ihr Hörraum zum Beispiel 4 Meter lang ist, kann eine Raummode bei 43 Hz auftreten, da die Wellenlänge dieser Frequenz etwa 8 Meter beträgt. Das bedeutet, dass sich die Raumantwort für diese Frequenz an der Position des Zuhörers und des Lautsprechers dramatisch ändern kann. Das heißt, dass diese Frequenz – je nachdem, wo genau Sie sich gerade befinden – einen höheren oder niedrigeren Pegel hat. Moden können aus allen Raumdimensionen resultieren – der Länge, Breite und Höhe. Die Lösung besteht darin, spezielle schallabsorbierende Elemente (Membranabsorber) für tiefe Frequenzen so zu montieren, dass sie die Raummoden möglichst effektiv reduzieren.
Viele Hersteller bieten so genannte Bassfallen an – schallabsorbierende Elemente, die für die Platzierung in Ecken oder der Nähe von Ecken konzipiert sind und die dort reflektierte Frequenzenergie im unteren Frequenzbereich reduzieren. Durch das Dämpfen der Resonanzen wird die Niederfrequenzantwort des Raums entsprechend geglättet.
Beim Platzieren solcher Bassfallen sollten Sie die resultierende Frequenzkurve möglichst mit rosa Rauschen und einem Echtzeit-Spektrumanalysator (RTA) prüfen, um sicherzustellen, dass sich das Wiedergabeverhalten verbessert. Prüfen Sie dann die Wirkung nochmals anhand Ihres bevorzugten Referenzmaterials.